Burnout Prävention 

durch Waldbaden

Das Thema Burnout ist uns wohl allen schon mal hier oder dort begegnet. Doch was ist das Burnout-Syndrom überhaupt, warum lohnt es sich als Arbeitgeber damit zu beschäftigen und warum ist Waldbaden 
als Präventionsmaßnahme geeignet? 

Was ist Burnout?


Man kann das Gefühl bekommen, dass Burnout eine Modediagnose ist, die sich heutzutage explosionsartig verbreitet. Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, stellt man jedoch fest, dass bereits im Alten Testament die Rede von der „Elias-Müdigkeit“ ist. Diese wird als „Berufsmüdigkeit“ beschrieben und entspricht in etwa dem was wir heute Burnout nennen. In den 70er Jahren entstehen die ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die das Burnout-Syndrom als Reaktion auf chronische Stressoren im Berufsleben bezeichnen.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) stuft Burnout als Risikozustand in Folge einer langfristigen Arbeitsüberforderung ein. Der geschwächte Zustand des Arbeitnehmers durch zu viel Stress im Job, kann langfristig zu „echten“ Krankheiten der Psyche und des Körpers führen. 


Die Definitionen unterscheiden sich, jedoch konnte man sich über folgende drei Leitsymptome des Burnout-Syndroms einigen: emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung (Selbstentfremdung) und das Gefühl der Ineffektivität. 


Ungesunder Stress kann auf Dauer lebensbedrohlich werden!


Dass mit dem Burnout-Syndrom nicht zu spaßen ist, zeigt besonders deutlich die lange Liste der Symptome:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    Bluthochdruck
    Herzrhythmusstörungen
    Herzinfarkt
    Diabetes mellitus
    Gefäßerkrankungen

Beeinträchtigung des Immunsystems
Hörstörungen
    Tinitus
    Hörsturz
    Geräuschüberempfindlichkeit

Depression
Drogenmissbrauch
Emotionale Distanzierung
Ängste und Angststörungen

Wer ist potentiell von Burnout betroffen?

Pflegekräfte, Führungskräfte und Pädagogen sind laut Studien am häufigsten betroffen. Grundsätzlich kann aber jeder Mensch in jeder Berufsgruppe das Burnout-Syndrom erleben. Ausschlaggebend ist der Ausgleich von Stress am Arbeitsplatz mit Entspannung als Gegenpol.

Spannende Zahlen & Fakten:

Ca. 4-5% aller Deutschen zwischen 30 und 70 Jahren sind von Burnout betroffen
(Quelle: DEGS-Studie Robert-Koch-Institut)
Die Gesamtkosten für Burnout in Deutschland pro Jahr sind etwa 25 Milliarden
(Quelle: Dr. Manfred Nelting) 
Burnout bedingte Krankentage sind 2012 über 20-mal so hoch wie im Jahr 2004
(Quelle: Statista GmbH 2013)


Gibt es Rechte und Pflichten?

Burnout-Symptomatik gilt als Risikozustand und gehört damit zum Arbeitsschutz. §4 Abs. 1 Ziffer1, Arbeitsschutzgesetz besagt, dass Risikozustände zu verhindern sind. Das macht deutlich, dass die Prävention nicht nur eine gute Idee ist, um Mitarbeiter langfristig arbeitsfähig zu halten, es ist sogar die Pflicht von Arbeitgebern sich in dieser Richtung zu engagieren.

Waldbaden
Waldbaden
Burnout Prävention

Waldbaden als Gegenpol

Auf den Punkt gebracht, kann man sagen, dass die Problematik rund um das Burnout-Syndrom ungesunder Stress ist. Unser Leben ist nicht stressfrei und soll das auch gar nicht sein. Aber wir haben die wundervolle Möglichkeit die vorhandene Belastung abzubauen, um gesund zu bleiben. 

Die Chance für Burnout Prävention liegt darin, die Ressourcen einer Person zu stärken, um mit Stress umzugehen und „normalen“ Stress schnell abzubauen. Das hat zur Folge, dass ungesunder Stress gar nicht erst entsteht.

Der Aufenthalt in der Natur eignet sich dafür ganz besonders, da die Natur, besonders der Wald, auf den menschlichen Körper entspannend wirkt. Studien belegen eine Vielzahl an positiven Wirkungen auf den menschlichen Körper:


Beruhigung der präfrontalen Hirnaktivität
verringerte Aktivität des sympatischen Nervensystems
Anstieg der Parasympatikusaktivität
Anpassung des Blutdrucks
verringerte Pulsfrequenz
verringerter Cortisol- & Adrenalinspiegel im Blut
höhere Aktivität und Anzahl der natürlichen Killerzellen 
Stärkung des Immunsystems
Erhöhung der Leistungsfähigkeit
Linderung von Ängsten, Depression und Wut
Reduktion von Stress
verringerte Schlafstörungen
Förderung von positivem Denken
Steigerung der Fähigkeit Probleme zu lösen & Kreativität
Verbesserte Genesung in Krankenhäusern, bei Blick auf Natur
(Siehe auch Waldbaden - nur ein Hype?)

Erinnern wir uns an die oben genannten Symptome einer zu hohen Stressbelastung, fällt auf, dass genau diese durch Aufenthalte im Wald ausgeglichen werden. Eine ideale Ergänzung zum fordernden Arbeitsalltag ist demnach Zeit im Wald. Dieser Ausgleich wirkt noch effektiver, wenn Sie die Techniken des Waldbadens nutzen. Die gezielte Anleitung durch die Trainerin sorgt dafür, dass Sie schnell in einem entspannten Zustand ankommen und diesen über einen längeren Zeitraum halten.

Schon zwei Stunden Waldbaden haben einen messbaren Effekt

Ein Waldbad unterscheidet sich enorm von einem normalen Waldspaziergang. Das Tempo wird drastisch gedrosselt, Sie bewegen sich langsam und ohne ausdrückliches Ziel. Entscheidend ist die Präsenz im Moment und die Konzentration auf die Dinge, die Sie sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken. Unterschiedliche Angebote durch die Trainerin helfen Ihnen das Gedankenkarussell zur Ruhe kommen zu lassen. Je nach Angebot kann sogar ein Picknick im Wald oder Zeit in der Hängematte eingebaut werden. Ihr Geist erfährt eine Pause und Sie wecken Ihre Sinne, was dazu führt, dass Sie sich selbst und die Umgebung präsent wahrnehmen. Sie tanken die gesundheitsfördernden Stoffe des Waldes in sich auf und stärken damit Ihr Immunsystem. Nach einem ausführlichen Waldbad fühlen Sie sich gestärkt und entspannt. 


Für Unternehmen ist Waldbaden als Präventionsmaßnahme also eine ideale Möglichkeit einerseits dem Arbeitsschutz zu entsprechen und andererseits Ihren Mitarbeitern einen Ausgleich zu ermöglichen und sie so langfristig leistungsfähig und motiviert zu halten. 


Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Menschen, die Burnout vorbeugen möchten. Haben Sie die Vermutung, dass Sie bereits ernsthafte Symptome von Burnout zeigen, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt.